Ja zu Bonus/Malus, aber vor allem Arbeit fairteilen!

Ungleich. (Sadettin Demir, März 2015)

Dass wir immer noch auf ein Bonus/Malus-System für ältere Arbeitnehmer/innen warten, ist ein Beispiel mehr dafür, dass die Bundesregierung nicht einmal imstande ist, die vereinbarten Vorhaben umzusetzen, geschweige denn, die richtigen Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu finden. Das System darf aber nicht durch zu geringe Beträge, die umverteilt werden, zum Alibi werden. Die Boni bzw. Mali müssen groß genug sein, um auch tatsächlich eine Lenkungswirkung zu haben.

Ein Bonus/Malus-System ist aber nur eine Maßnahme zur Bekämpfung der Altersarbeitslosigkeit. Wichtig sind generelle Maßnahmen für eine gerechte Verteilung der Arbeit. Eine deutliche Arbeitszeitverkürzung ist längst überfällig. Die 40-Stunden-Woche ist 40 Jahre alt. Seitdem wandern die Gewinne aus den Produktivitätssteigerungen vorwiegend in die Taschen der Unternehmen und in die spekulative Finanzwirtschaft. Eine gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit verhilft nicht nur zu einer fairen Teilung der Arbeit, sondern auch zu mehr Lebensqualität für alle Arbeitnehmer/innen und ihre Familien. Besonders ältere Arbeitnehmer/innen brauchen einen Ausbau arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und den Aufbau eines zweiten Arbeitsmarktes mit sozialökonomischen Betrieben.

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