Arbeit fair teilen, Arbeitszeit fair kürzen: 30 Stunden sind genu

Nur 30 Stunden. (Sadettin Demir, Juli 2015)

Die Arbeitslosigkeit steigt. Gleichzeitig steigen Arbeitsdruck, Überstunden, die Teilzeitquote, Atypisierung und Prekarisierung sowie die (Frauen-)Armut. Vor 40 Jahren fand die letzte allgemeine Arbeitszeitverkürzung auf 40 Stunden wöchentlich statt. Eine langjährige Forderung der Arbeiterbewegung wurde umgesetzt. Jetzt ist es höchste Zeit, weitere Schritte für eine gerechtere Verteilung von Arbeit, Zeit und Geld zu setzen. Wir fordern eine Verkürzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit in Richtung 30-Stunden-Woche bei vollem Einkommensausgleich und entsprechendem Personalausgleich:

  • Weil wir uns das angesichts des enormen Produktivitätszuwachses bei gleichzeitig stagnierender Reallohnentwicklung längst erarbeitet haben,
  • weil nur so die traditionelle Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern mit ungerechter Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit aufgebrochen werden kann,
  • weil wir alle einen Ausgleich für belastende Arbeitsbedingungen brauchen,
  • weil lange Arbeitszeiten krank machen,
  • weil so Arbeitsplätze geschaffen werden und
  • weil dadurch Arbeit, Einkommen, Chancen und soziale Absicherung gerechter verteilt werden.

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