Existenzsicherung durch Mindestlohn

Grüne stellen Antrag im Vorarlberger Landtag: „Niedrige Löhne sind volkswirtschaftlicher Unsinn!“

„Menschen, die Vollzeit arbeiten, haben eine existenzsichernde Entlohnung verdient und dürfen nicht von staatlichen Almosen abhängen“, begründet die Grüne Sozialsprecherin Sandra Schoch den aktuellen Antrag der Grünen auf Einführung eines Mindestlohns. „Niedrige Löhne sind nicht nur für die betroffenen Arbeitnehmer/innen unfair und demütigend, sie sind auch volkswirtschaftlicher Unsinn. Denn mit geringem Einkommen sinkt der Konsum. Darunter leidet die Wirtschaft“, stellt Schoch fest.

Löhne unter dem Existenzminimum seien auch die Hauptursache für die steigenden Sozialausgaben. Denn niedrige Entlohnung wird über die Mindestsicherung, also über Steuergelder, abgefangen. „Rund 70 Prozent der Mindestsicherungsbezieher/innen in Vorarlberg sind Aufstocker/innen. Sie erhalten die Mindestsicherung als zusätzliche Leistung, weil ihr Gehalt, ihr Arbeitslosengeld oder ihre Pension zu gering sind, um leben zu können“, so Schoch.

In 23 von 28 EU-Ländern gäbe es bereits einen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde. „Keine der Befürchtungen in Bezug auf negative Beschäftigungseffekte ist eingetroffen. Im Gegenteil: Konsum und Wirtschaft wachsen. Österreich muss nachziehen, um nicht ins Abseits zu gelangen“, schließt Schoch.

Antrag an den Vorarlberger Landtag als PDF

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