Solidarität mit den Metallern!

Dringliche Resolution der Fraktionen ÖAAB.FCG, FSG und Gemeinsam/UG an die 179. Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Vorarlberg am 9. November 2017

Solidarität mit den Metallern
Forderungen der Gewerkschaft sind gerechtfertigt

Die Verhandlungen der Metallergewerkschaften PROGE und GPA-djp haben nach fünf Verhandlungsrunden zu keinem Erfolg geführt.

Angesichts des wirtschaftlich starken Wachstums sind die Forderungen nach einer Lohnerhöhung von mind. 3% für die ArbeitnehmerInnen und gerade auch nach einer Erhöhung der Lehrlingsentschädigung, in Anbetracht des FacharbeiterInnenmangels, nachvollziehbar. Aufgrund der zähen Verhandlungen, die auf die geringe Bereitschaft der Arbeitgeberverhandler zurückzuführen sind, ist es auch verständlich, dass die ArbeitnehmervertreterInnen im Sinne der Beschäftigten einen Gang höher schalten und bei einem weiteren Beharren der ArbeitgeberInnenseite auf weniger als 3% Lohnerhöhung zu Streiks aufrufen wollen.

Die Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre waren sehr moderat. In Zeiten der Krise haben die ArbeitnehmerInnen durch Kurzarbeit und Abschlüssen unter oder nur leicht über der Inflationsrate große Opfer gebracht. In Zeiten, in denen es wirtschaftlich bergauf geht, sollen und müssen auch die ArbeitnehmerInnen davon profitieren. Gerade der Metaller-Abschluss hat auch Signalwirkung auf alle anderen Branchen. Sollte zudem kein neuer Kollektivvertrag zustande kommen, dann haben BerufsneueinsteigerInnen in der Metallindustrie ab 1. November keinen Anspruch mehr auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Nur der Kollektivvertrag sichert das 13. und 14. Gehalt.

Die AK-Vorarlberg, als Vertreterin der ArbeitnehmerInnen, unterstützt das Ansinnen der Gewerkschaft und fordert die ArbeitgebervertreterInnen der metalltechnischen Industrie auf, die Kollektivvertragsverhandlungen wiederaufzunehmen. Die Forderung nach einem Abschluss, der den ArbeitnehmerInnen einen fairen Anteil am Unternehmensgewinn garantiert, ist aus Sicht der AK-Vorarlberg gerechtfertigt, denn die ArbeitnehmerInnen sind mit ihrer Arbeit die Grundlage der steigenden Profite.

Die KammervertreterInnen von ÖAAB.FCG, FSG und Gemeinsam/UG wollen den ArbeitnehmerInnen einen fairen Anteil an den Unternehmensgewinnen garantieren.

Die 179. Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Vorarlberg unterstützt daher das Verhandlungsteam von PRO-GE und GPA-djp und fordert:

  • eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen;
  • eine Lohnerhöhung, die ArbeitnehmerInnen an der guten Wirtschaftslage partizipieren lässt;
  • eine Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen, um die Berufe der Metallindustrie attraktiv zu machen und dadurch dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken;
  • die Sicherung der Sozialpartnerschaft und damit der Kollektivverträge

Ergebnisse

  • Die Resolution wurde von der Vollversammlung einstimmig angenommen.
  • Die Metaller konnten mit drei Prozent einen guten Gehaltsabschluss erzielen.

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