Solidarität mit den Post-Mitarbeiter/innen

Der ÖGB Vorarlberg hat in seiner Vorstandssitzung am 28. November einstimmig eine Resolution beschlossen, in der sämtliche Mitglieder der Fraktionen und Gewerkschaften – vom öffentlichen Bereich bis hin zum Baugewerbe – ihre volle Solidarität gegenüber den Post-Mitarbeiter/innen kundtun und Maßnahmen zur Beseitigung der Post-Misere fordern.

Schluss mit dem Missmanagement bei der Post!

Seit Monaten spitzt sich die Krise bei der Post zu: In manchen Zustellzentren stapeln sich nicht ausgetragene Postsendungen. Briefe, Paketsendungen, amtliche Mitteilungen und Werbesendungen werden verspätet zugestellt.

Grund dafür – immer mehr Postbedienstete kehren dem Unternehmen den Rücken. Das hat zu einer prekären Personalsituation geführt, deren Auswirkungen nunmehr im ganzen Land zu spüren sind. Obwohl Arbeitnehmervertreter/innen immer wieder auf die Missstände aufmerksam gemacht haben, hat sich bis dato die Situation für die Beschäftigten und Kunden nicht verbessert.

Für die Bediensteten heißt das konkret: unzumutbare Arbeitsbedingungen, schlecht bezahlte Jobs und immer mehr zusätzliche Aufgaben. Das treibt auch viele der verbliebenen Mitarbeiter/innen in eine physische und psychische Überlastung. Burnout und lange Krankenstände sind die Folge.

Logische Konsequenz: Die Post AG kann der gesetzlich verankerten Kernaufgabe nicht mehr nachkommen. Im Paragraph 10 des Postgesetzes wird die Post verpflichtet „die Zustellung von Brief- und Paketsendungen im Regelfall an fünf Werktagen pro Woche zu gewährleisten“.

Von dem sind wir derzeit meilenweit entfernt. Grund für diesen untragbaren Zustand ist die Privatisierung und die damit verbundene Bevorzugung der Aktionäre. Seit dem Börsengang wird der jährlichen Gewinnmaximierung alles untergeordnet. So erzielte die Post im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn (EBIT) von 102,1 Mio Euro.

ÖGB Landesvorstand fordert Konsequenzen

Die derzeitige Situation ist absolut inakzeptabel. Konsequenzen seitens der Verantwortlichen bei der Post sind trotz mehrfacher Aufforderung nicht zu erkennen. Das Postmanagement verstößt seit Monaten in eindeutiger Weise gegen das Postgesetz.

Der ÖGB-Landesvorstand fordert daher:

  • eine Personalaufstockung und dadurch eine spürbare Entlastung der Beschäftigten
  • ein besseres Gehaltsschema und bessere Arbeitsbedingungen
  • eine Verkleinerung der Zustellbezirke, damit diese in der Regelarbeitszeit bewältigbar sind
  • adäquate, funktionierende Arbeitsmittel
  • eine wertschätzendere Unternehmenskultur zur Verhinderung krankheitsbedingter Ausfälle bis hin zum Burnout
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