Deutsch-Ghetto-Klassen – türkis-blaues Chaos-Programm

Schulleiter/innen wird unterstellt, sie würden nicht seriös erheben.

Presseaussendung der
VLI Vorarlberger Lehrer/innen Initiative
UBG Unabhängige Bildungsgewerkschaft
ÖLI/UG Österreichische Lehrer/innen Initiative

Wie bereits auf www.oeliug.at mehrfach thematisiert, hat die türkis-blaue Regierung in Wien die Separierung von Kindern, die nicht ausreichend Deutsch können, beschlossen. Diese völlig unpädagogische und didaktisch unsinnige Maßnahme wird zudem noch von einer chaotischen Planung und Durchführung begleitet. Schuld daran sollen jetzt die Direktor/innen sein. Wir weisen das zurück.

Kein Sprachwissenschaftler, keine Bildungswissenschaftlerin findet am Beschluss, an den Absichten und Plänen zu sogenannten Deutschklassen etwas Positives. Das Bildungsministerium ließ sich nicht beirren – so als hätte es nicht noch ganz andere Hausaufgaben zu erledigen – und will die türkis-blauen und widersinnigen Beschlüsse stracks umsetzen.

„Wie, das weiß es allerdings nicht. Welche Ressourcen gibt’s, wo sind die Räume? Dafür gibt es leider keinen Plan“, hält Manfred Sparr, Vertreter der BHS, fest. Die 6-jährigen Kinder, die im Herbst an die Volksschulen kommen, sollen wohl schon früh daran gewöhnt werden und vorläufig einmal in noch aufzutreibende Abstellkammern abgeschoben werden. Vor allem im städtischen Bereich finden die Volksschulen gar nichts anderes.

„Nachdem das Chaos vorprogrammiert ist, hat man sich schon jetzt auf die Suche nach Schuldigen gemacht. Sie wurden auch schon gefunden, es sind die Schulleiter/innen, so leicht machen es sich die oben Veranwortlichen“, empört sich Gerhard Rüdisser, Obmann der UBG.

Der überforderte Bildungsminister sagt, die Direktoren sollen halt die Unterlagen lesen, die Bildungslandesrätin „stellt sich schon einige Fragen“ und die oberste Schulinspektorin werde sich „anschauen“ wie die Direktor/innen zu diesen „Ergebnissen“ kommen. „Unverblümt wird ihnen unterstellt, sie würden nicht ordentlich erheben, ich finde das ungeheuerlich, dass Leiter/innen und Lehrer/innen für die verfehlte Bildungspolitik verantwortlich gemacht werden.“

Die berichtende ORF-Journalistin fragt bei LSI Engstler nach, ob sie denn den DirektorInnen nicht auf die Finger klopfen könne. So weit ist das pädagogisch-restriktive Klima schon gediehen. Geldstrafen für Schulverweigerer, Kontrollen der Eltern an Grenzübergängen und nun wird den LeiterInnen noch auf die Finger geklopft, vielleicht gleich mit dem Rohrstab?

Vorarlberger Lehrer/innen-Initiative, UBG und die ÖLI-UG unterstützen Leiter/innen wie Lehrer/innen bei ihren Bemühungen, für Schüler/innen das Bestmögliche umzusetzen. Die Verantwortlichen für dieses Vorgehen sind oben zu finden, sicherlich nicht an den Schulen.

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