v.l.n.r.: Sandra Walz, Metin Izgi, Annibe Riedmann, Sadettin Demir, Sevinc Kapakli, Mario Lechner

140 alternative Spitzenkandidat/innen

GEMEINSAM-UG stellt die Weichen für die AK-Wahl 2019

GEMEINSAM, Grüne und Unabhängige, tritt erstmals mit einer vollen Liste zu den AK-Wahlen an. 70 Kandidatinnen und 70 Kandidaten wollen nicht weniger als „ein gutes Leben für alle“.

GEMEINSAM, Grüne und Unabhängige, ist derzeit mit vier Mandaten die viertgrößte Fraktion in der Vollversammlung der Arbeiterkammer Vorarlberg.
Konnten die Alternativen vor fünf Jahren 82 Kandidaten und Kandidatinnen präsentieren, so tritt GEMEINSAM nun erstmals mit einer vollen Liste an, das sind 140 Personen. „Über 200 Kolleginnen und Kollegen haben sich zu einer Kandidatur bereit erklärt. Wir können gar nicht alle nehmen“, berichtet der Fraktionsvorsitzende Sadettin Demir.
Am Samstag, dem 17. November 2018, wählte die GEMEINSAM-Generalversammlung in Bregenz ihre Liste für die AK-Wahl 2019 (28.1. – 7.2.2019).

Bewegung gegen Schwarz-Blau.

Sadettin Demir
Sadettin Demir

Der Sozialarbeiter und Betriebsrat Sadettin Demir ist erneut die Nummer 1 auf der Liste. Er sieht sich aber nicht als Spitzenkandidat, wie er betont – zumindest nicht als einziger: „Wir haben 140 Spitzenkandidatinnen und -kandidaten, jede und jeder in seinem Betrieb und in ihrem Umfeld“, erläutert Demir die Philosophie der bunten Liste mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, von Bolivien bis Mauritius. GEMEINSAM will daher auch auf die üblichen Plakate mit grinsenden Spitzenkandidaten verzichten: „Wir setzen auf den direkten Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen. Wir verstehen uns als Basisbewegung gegen Schwarz-Blau. Die rechte Bundesregierung bläst zum Totalangriff auf die Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Da ist es wichtig, dass Menschen nicht ihre Stimme abgeben, sondern ihre Stimme erheben. Die etablierte gewerkschaftliche Stellvertreterpolitik greift da viel zu kurz.“

GEMEINSAM: Die Stimme für Frauen, Minderheiten, unsere Umwelt und für mutige Lösungen für das 21. Jahrhundert

„In allgemeinen sozialpolitischen Fragen vertreten wir zumeist ähnliche Positionen wie die beiden großen Fraktionen. Diese Einigkeit der gewerkschaftlich orientierten AK-Fraktionen ist auch wichtig“, betont die Sozialmanagerin und Listenzweite Annibe Riedmann. „Wenn es aber um die Rechte von uns Frauen, um ökologische Themen oder spezifische Anliegen von Minderheiten geht, dann sind wir das Salz in der Suppe.“

Mario Lechner, er kandidiert auf Platz 3, ergänzt: „Es ist wichtig den Sozialstaat zu verteidigen. Genauso bedeutend ist es aber auch, die notwendigen Weiterentwicklungen für die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts mutig zu formulieren. Beispielsweise müssen wir uns gegen den 12-Stundentag wehren, treten aber auch für eine radikale Verkürzung der Arbeitszeit ein.“ Lechner war vor fast 25 Jahren der erste alternative AK-Rat in Vorarlberg und widmete sich ab 2006 anderen Aufgaben. Er ist inzwischen Personalvertreter in der Stadt Hohenems, vertritt GEMEINSAM unter anderem im ÖGB-Landesvorstand und will nun zurück ins Arbeitnehmerparlament.

Ein gutes Leben für alle.

Auf Platz vier tritt Sevinc Kapakli an. Sie arbeitet in einer Gewaltschutzeinrichtung für Frauen und hat ebenfalls in den letzten fünf Jahren bereits Erfahrung in den AK-Gremien gesammelt: „Wir treten konsequent gegen die Spaltung unserer Gesellschaft auf und kämpfen für ein gutes Leben für alle.“

Hämmerle ist nicht glaubwürdig. Die Absolute muss fallen.

„Unser Wahlziel ist ein fünftes Mandat“, so Demir. Dieses ginge an den Metallarbeiter und Ersatzbetriebsrat bei der Firma Blum, Metin Izgi. Sollte mit Sandra Walz, ebenfalls Sozialarbeiterin, ein sechstes Mandat erreicht werden, wäre GEMEINSAM erstmals auch mit Stimmrecht im AK-Vorstand vertreten und könnte an Einfluss gewinnen. „Um wirklich mehr bewegen zu können, muss aber die Absolute des ÖAAB fallen.“ Demir sieht dafür durchaus Chancen: „Es mag für Heiterkeit sorgen, wenn Hubert Hämmerle die Bundesregierung als Muppet-Show bezeichnet. Entscheidend sind aber nicht die Bemerkungen eines AK-Präsidenten, sondern die Abstimmungen im Parlament und da hat bislang noch kein einziger Abgeordneter des ÖAAB oder der ÖVP Vorarlberg gegen die Grausamkeiten der Bundesregierung gestimmt. Hämmerle stellt sich nun aber genau für diese ÖVP wieder zur Wahl. Der schwarze Lack bröckelt und dahinter schimmert es türkis. Hämmerle hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.“

GEMEINSAM-UG

Die AK-Kandidatur GEMEINSAM, Grüne und Unabhängige, wird von der Gewerkschaftsfraktion GEMEINSAM-UG, Unabhängige Gewerkschafter/innen, getragen. Sie steht bundesweit im Verbund mit den Alternativen, Grünen und Unabhängige GewerkschafterInnen,
AUGE/UG.

http://www.gemeinsam-ug.at
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