GöD

Das Verhältnis der Gewerkschaft öffentlicher Dienst zu den Unabhängigen Gewerkschafter/innen (UG) war von Anbeginn an ein sehr konfliktreiches. Nach Jahrzehnten der Auseinandersetzungen konnte die UGöD nach zwei Urteilen des Obersten Gerichtshofs die Anerkennung als Fraktion auf Bundesebene endlich durchsetzen.

In Vorarlberg führten diese Auseinandersetzung 2001 zur Spaltung der Gewerkschaftsbewegung im Bildungsbereich in die Gewerkschaft öffentlicher Dienst, die von einer undemokratisch und minderheitenfeindlich agierenden Fraktion „Christlicher“ Gewerkschafter/innen dominiert wird, und in die Unabhängige Bildungsgewerkschaft – UBG. D. h. ein Großteil der alternativen und unabhängigen Gewerkschafter/innen in Vorarlbergs Schulen hat die GöD und den ÖGB verlassen. Die UG bzw. VLI/UG (Vorarlberger Lehrer/innen-Initiative) ist in Resten jedoch immer noch in der GöD aktiv, wird aber weiterhin nicht oder nur widerwillig als Fraktion anerkannt und in ihrer Arbeit massiv behindert. Beispielsweise wurden die letzten Gewerkschaftswahlen im Bereich der Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) einfach abgesagt und alle Mandate von der FCG besetzt. Und das obwohl bzw. besser vermutlich weil, die VLI bei den Personalvertretungswahlen 2014 77,8 % der Stimmen erhielt. PV-Vorsitzender ist Manfred Sparr (BHAK/BHS Bregenz).

In der Landesvertretung der Lehrer/innen an Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) ist die VLI/UG durch Mag. Gerhard Rüdisser (Bundesgymnasium Gallusstraße Bregenz) und Dr. Gerhard Pušnik (BRG/BORG Schillerstraße Feldkirch) vertreten. Die VLI erhielt bei den PV-Wahlen 2014 in den AHS 53,1 %.

In den Vorarlberger Berufsschulen erhielt die VLI/UG-Liste „Mehr … UGLI“ bei den PV-Wahlen 64,3 %. Das Ergebnis der PV-Wahlen wurde für die entsprechende GöD-Landesvertretung umgelegt. Allerdings wurde die UG-Liste nicht als solche anerkannt und die FCG erhielt 100 % der Gewerkschaftsmandate.

Im Pflichtschulbereich kandidiert die VLI im Verbund mit anderen Gruppierungen unter dem Titel „Freie Lehrer/innen“. Die Ergebnisse werden gewerkschaftlich der FSG (Sozialdemokrat/innen) zugerechnet.

Auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes treten alternative Gewerkschafter/innen auf FSG-Listen an.

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